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... Chanson ist es auch nicht. Und Frauentheater schon gleich gar nicht. Auch wenn die Helden meist Heldinnen sind. Sie heissen Dicke Marie, Würstel-Elli oder Bella Bimba. Sie kommen vom Land, melken Kühe und saufen Rum. Sie werden in einem Bastkörbchen am Halleschen Tor angeschwemmt. Oder sie sehen aus wie Dolph Lundgren; dann sind sie aus der Stadt. In jedem Fall wissen sie, dass Titten Spaß haben wollen und erbeten beim Küssen himmlischen Beistand.
Von der Bühne herab blickt Frost in verstörte Gesichter. So manch einer wünscht sich, dass sie einfach mal ein schönes Lied singt, mit dieser mächtigen Stimme. Doch ihre Texte sind wüst und die Stimme übt den Überschlag. Die Frost wippt, raschelt und schnippt. Und manchmal verschnippt sie sich auch - gezielt. Sie trifft ins Herz, und die Schar derer, die sich mit ihr auf Hawaii wünschen, um in Rum zu ertrinken, wächst im Laufe eines Abends. Mit Nathalie über den Roten Platz, rotzig dabei, nur nicht verbindlich. Ein Klezmer-Stück, jiddisch. Dann führt ein Ginsberg-Gedicht nach New York. Und ehe man sich versieht, schippert das Bastkörbchen durch Levante. München und Bayern verlieren sich in der Erinnerung. Unterwegssein ist Programm, auch wenn man mal gegen einen Türpfosten rennt. Es ist eine ganz eigene Logik, mit der die Frost ihre Zuschauer betört. Ihr Herz springt in Doris' grünen Rucksack (Hi Doris!), und Trompeter spielen Sterne vom Himmel, die dann Löcher in die Hosentaschen brennen und wieder herausfallen, weshalb Trompeter immer weiter spielen müssen. cybersmo |
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